Rinderparadies

Wir verstehen das Wort Paradies in Bezug auf unsere Rinderhaltung in mehrfacher Hinsicht. Zum einen soll ein jedes Rind, meint Inhaber Johannes Hechenbichler, auf unserem Hechenbichl Hof ein paradiesisches Leben haben, welches seinem Wesen entspricht. Deshalb sind unsere Rinder bis auf die Wintermonate immer auf der Weide, in den kalten Wintermonaten steht ihnen ein großer Auslauf und ein Laufstall zur Verfügung.

Das Futter wird ausschließlich auf dem eigenen Grünland erzeugt, im Sommer frisches Gras und im Winter Heu. Wir verzichten bewusst auf Kraftfutter zur Mästung und Silage, was der Umwelt und den Tieren zugute kommt.

Die Rinder werden auf dem Hof geborgen und können sich natürlich entfalten, Kälber bleiben ausnahmslos mit der Mutter und werden von dieser gesäugt bis sie selbstständig auf Grünfutter umsteigen.

Zur artgerechten Haltung gehört immer auch ein stattlicher Stier in der Herde, der für Nachwuchs sorgt. Die jungen Kälber lieben es mit dem Stier zu spielen und  ihre Kräfte mit ihm zu messen. 

Kein Tier am Hechenbichl Hof ist angebunden, ab und an verwenden wir ein wenig Bio-Kraftfutter, als „Leckerli“ zum Anlocken. Die Tiere sind an Menschen gewöhnt, halten jedoch einen natürlichen Abstand ein.

Wenn dann der letzte Gang zur Schlachtung naht -kaum 10 Minuten entfernt im Nachbarort- verabschieden wir ein jedes Rind mit einem Segensspruch.

Mit viel Liebe und Sorgfalt für unsere Tiere können wir für sie ein unverwechselbares Geschmackserlebnis produzieren. Das Wohl der Tiere und die Ökologie der Produkte haben bei uns höchste Priorität.

Wir bieten Biorindfleisch der Extraqualität.

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Ebenfalls leben die Tieren in einer Gegend die ein Paradies ist, schroffe Berge, grüne Wiesen usw. welche sich nicht für Ackerbau eignet und durch die Rinderbeweidung  der typische Charakter der Landschaft  erhalten werden kann.

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Was sagt der Biobauer Johannes Hechenbichler zum Thema Nachhaltigkeit:

„Unter dem Begriff „Low Input Agriculture“ kann meines Erachtens viel verstanden werden. Für mich war es nicht in erster Linie ein wirtschaftlicher Anreiz Bauer zu werden. Vielmehr will ich meinen Teil zum Artenschutz und zur Vielfalt betragen, indem in ökologisch bewirtschafte. Wie die meisten von uns sehe ich die weltweite intensive Nutztierhaltung sehr kritisch. Aber dass sich Naturschutz und Rinderhaltung nicht immer ausschließen müssen, ist zum Beispiel auf der Seite von www.kuhproklima.de sehr gut dargestellt.“

Jedes Stück Rindfleisch macht einen ökologischen Fußabdruck auf diesem Planeten, aber wir können versuchen diesen möglichst gering zu halten. In manchen Regionen sind die natürlichen und klimatischen Voraussetzungen dafür nicht gegeben, aber gerade hier in den Nordalpen sind die Verhältnisse ideal und das liegt an verschiedenen Faktoren:

  • In den Nordalpen fällt genug Niederschlag, um durch die Viehzucht keinen Wassermangel für andere Mitglieder unserer Gesellschaft zu generieren. Es fällt sogar so viel Regen, dass Ackerbau nicht unbedingt vorteilhaft ist.
  • Der Anspruch an das Heu ist niedriger, ein späterer Schnittzeitpunkt wird gewählt, dies fördert die Biodiversität.
  • Die Durchschnittstemperatur liegt im optimalen Bereich für die Produktion von Milch und Fleisch, bei ca. 8,5 °Celsius.
  • Wiederkäuer können das vorherrschende Weideland optimal nutzen. Der Boden und das Klima sind zu rauh, um Ackerbau zu betreiben. Ackerbau verschwand Anfang der 1960iger Jahre aus diesem Klimabereich, die ersten Ackerbaubetriebe sind ca. 50 km weiter nördlich anzutreffen, beim Chiemsee in Bayern. Menschen können sich nicht von Weideland ernähren, deshalb sind Rinder eine natürliche Nahrungsgrundlage in diesem Klimabereich.
  • Die Transportwege sind kurz.
  • Rinderkot ist Lebensgrundlage für viele Insekten (Fliegen/Mistkäfer usw.) und damit auch für Vögel, welche Insekten fressen. Durch Triebwege wird der Boden aufgerissen und Vögel finden den für den Nestbau unverzichtbaren Lehm. Der Rückgang der Weiderindpopulation verhält sich proportional zum Rückgang der Vogelpopulation.
  • Durch Beweidung wird der vorherrschende Pflanzenbestand geschützt und einer Verbuschung entgegengewirkt. Die Waldfläche nimmt in Österreich seit Jahrzehnten zu, es ist keine oberste Priorität den Wald auszudehnen. Extensiv genutzte Wiesen sind prioritär. Der Hechenbichl Hof nimmt an allen verfügbaren Naturschutz-maßnahmen der EU und des österreichischen Staates teil, welche für den Betrieb verfügbar sind.
  • Alle Rinder werden ausschließlich mit hofeigenem Heu gefüttert, keine Silagefütterung und Bio-Kraftfutter nur in minimalen Dosen zum Anlocken.

An dieser Stelle eine Entschuldigung, falls die Herde wieder einmal beim Nachbarn im Garten steht, und mit Kraftfutter zurückbugsiert werden muss. Achtung: Bitte nicht mit einem Kübel jeglicher Art über die Wiese gehen, der Stier -eigentlich ein lieber Kerl- sieht in jedem Eimer ein mögliches Leckerli und holt es sich ohne Rücksicht auf Verluste.

Finden wir auch gut: www.sacredcow.info/

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